Am 28.08.07 trafen sich Sascha Krebs und die Vorsitzende der Aktion für krebskranke Kinder e.V. Heidelberg Frau Geib in der Kinderklinik der Uniklinik Heidelberg. In der Kinderklinik sind auch die Räumlichkeiten des Kinderplanet, einer Einrichtung, die für die Betreuung der Geschwisterkinder der kleinen PatientenInnen ins Leben gerufen wurde. Im anschließenden Gespräch, bei dem auch die Leiterin des Kinderplanet Frau Bösen-Schieck teilnahm, wurde deutlich, wie wichtig die Arbeit von Förderkreisen und Vereinen wie die Aktion für krebskranke Kinder ist. Heutzutage sind die Träger der Kliniken finanziell nicht mehr in der Lage, eine Klinikstation kindgerecht einzurichten oder Einrichtungen wie eine Kinderbetreuung für Geschwisterkinder aufrecht zu halten. Der Kinderplanet hat immerhin das Glück, dass Miete für Räumlichkeiten, Strom, Wasser und Reinigung von der Klinik übernommen wird, was eher die Ausnahme ist. Die meisten Einrichtungen dieser Art in anderen deutschen Kliniken müssen sich komplett selber finanzieren.
Der Verein Aktion für krebskranke Kinder e.V. Heidelberg ist aber nicht nur für die erkrankten Kinder aktiv, es haben sich im Laufe der Zeit auch Gruppen gebildet, in denen sich ehemalige, geheilte PatientenInnen treffen. Der Verein unterstützt deren Aktivitäten wie z.B. Ausflüge oder Partys.
Ein weiteres großes Projekt ist das Waldpiratencamp. Hierbei handelt es sich um ein großes, auf einem Berg über Heidelberg und mitten im Wald gelegenes Gelände, auf dem sich neben einem Haupt- und Verwaltungsgebäude auch mehrere Blockhütten befinden. In den mit Schlafzimmern und sanitären Einrichtungen ausgestatteten Blockhütten können die Kinder und Jugendliche übernachten. In den Hauptgebäuden befinden sich neben Speisesaal und Verwaltung auch Werkstätten, ein kleines Theater oder Spiel- und Bastelräume. Im Außenbereich dürfen natürlich verschiedene Plätze für Ballspiele und Grillstellen nicht fehlen und es gibt für die ganz mutigen sogar einen Klettergarten. In diesem Camp ist in allen Schulferien Hochbetrieb, hier können kranke und geheilte Kinder sowie deren Geschwister jeweils 8-9 unbeschwerte Tage unter pädagogischer und medizinischer Betreuung verbringen.
All diese Einrichtungen und Projekte der Aktion für krebskranke Kinder e.V. ist sehr kostenintensiv und wird komplett aus Spenden finanziert. Sascha Krebs gab sich zuversichtlich, dass in naher Zukunft ein paar während dem Gespräch aufgekommene Ideen für Aktionen durchaus realisierbar sind. Zum einen sind Aktionen geplant, die für die PatientenInnen Abwechslung in den Klinikalltag bringen sollen, zum anderen natürlich auch Benefiz-Veranstaltungen, deren Erlöse dem Verein zugute kommen. Am Engagement aller Beteiligten mangelt es auf jeden Fall nicht und so dürfte man von Heidelberg bald mehr lesen oder hören.
Foto: Sabine Böhm v. l. n. r.: Frau Bösen-Schieck, Sascha Krebs, Frau Geib