„Krebs bei Kindern — gibt es das überhaupt?" fragen viele Menschen, die mit dem Thema noch nicht in Berührung gekommen sind. Zwar kommt Krebs im Kindesalter relativ selten vor, aber dennoch erkrankt eines von 500 Kindern in den ersten 15 Lebensjahren daran. Jährlich werden dem Deutschen Kinderkrebsregister in Mainz 1.700 bis 1.800 Neuerkrankungen gemeldet.

Dank der entscheidenden Verbesserung von Diagnostik und Therapie seit Mitte der 70er Jahre können heute zwei von drei Kindern geheilt werden.

Diese ermutigenden Erfolge werden jedoch durch lang andauernde Therapien erreicht, die sehr risikoreich sind und viele Nebenwirkungen haben. Für die betroffen Kinder und ihre Familien ist die Diagnose einer Krebserkrankung eine enorme Belastung. Die gesamte Lebenssituation verändert sich schlagartig und es müssen neue Wege gefunden werden, die Krankheit und die damit verbundenen Probleme in der Familie zu integrieren.

Ist die Diagnose gestellt, wird meistens eine sofortige Behandlung in einer Kinderkrebsklinik erforderlich. Das bedeutet für das erkrankte Kind und den betreuenden Elternteil eine Trennung von Zuhause, von Freundeskreis und Schule. Auch die Geschwister leiden unter der neuen Situation: sie sind von heute auf morgen auf sich alleine gestellt und müssen mit dieser Situation zurecht kommen.

In den Kinderkrebskliniken wird versucht, den betroffenen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien Hilfestellung zu leisten. Neben der psychosozialen Betreuung durch Fachpersonal sind es vor allem auch Elterninitiativen, die in vielfältiger Weise in dieser schweren Zeit ihre Erfahrungen und Kompetenz zur Verfügung stellen.


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